Reifendruck: Tabelle mit Richtwerten nach Reifengröße
Der richtige Reifendruck steht auf dem Aufkleber im Türrahmen, an der B-Säule, in der Tankklappe oder im Fahrzeughandbuch. Dort finden Sie den Soll-Druck für die genannte Reifengröße und Beladung. Die folgende Tabelle enthält nur Richtwerte und ersetzt den Aufkleber nicht. Wir zeigen, wo Sie den Druck ablesen, wann und wie Sie ihn prüfen, und was das Reifendruck-Kontrollsystem (RDKS) bedeutet. Messen Sie bei kalten Reifen, um vergleichbare Werte zu erhalten.
Kurz beantwortet: Reifendruck
Wie viel Reifendruck braucht mein Auto?
Der korrekte Wert hängt von Reifengröße und Beladung ab. Er steht auf dem Aufkleber im Türrahmen, in der Tankklappe oder im Fahrzeughandbuch. Die Tabelle unten zeigt typische Richtwerte, ersetzt den Aufkleber jedoch nicht.
Wo finde ich den richtigen Reifendruck?
Auf dem Aufkleber an der B-Säule oder im Türrahmen, in der Tankklappe oder im Fahrzeughandbuch. Der Aufkleber nennt Werte für Teilbeladung und volle Beladung, oft getrennt für Vorder- und Hinterachse. Der Maximaldruck auf der Reifenflanke ist nicht gemeint.
Wann messe ich den Reifendruck?
Messen Sie bei kalten Reifen, also vor der Fahrt oder nach wenigen Kilometern. Warme Reifen zeigen etwa 0,2 bis 0,3 bar mehr. Lassen Sie dann keine Luft ab. Die Werte auf dem Aufkleber beziehen sich auf kalte Reifen.
Wie oft sollte ich den Reifendruck prüfen?
Mindestens einmal im Monat und vor langen Fahrten. Im Herbst und Winter ist eine häufigere Prüfung sinnvoll, da sich der Druck bei Temperaturänderungen verändert. Je 10 Grad Celsius ändert sich der Reifendruck um etwa 0,1 bar.
Was bedeutet die Reifendruck-Kontrollleuchte?
Die gelbe Kontrollleuchte mit Reifenquerschnitt und Ausrufezeichen zeigt an, dass Sie den Reifendruck prüfen sollten. Leuchtet sie dauerhaft, messen Sie den Druck und passen Sie ihn an. Blinkt sie beim Start und leuchtet dann dauerhaft, deutet das oft auf eine Systemstörung hin.
Wie viel psi sind 2,5 bar?
2,5 bar entsprechen etwa 36 psi. Die Umrechnung lautet: 1 bar = etwa 14,5 psi. Weitere Beispiele: 2,2 bar = 32 psi, 2,8 bar = 41 psi, 3,0 bar = 44 psi.
Aktualisiert: 08.10.2026
Wo steht der richtige Reifendruck?
Der richtige Reifendruck steht auf dem Aufkleber im Türrahmen, an der B-Säule, in der Tankklappe oder im Fahrzeughandbuch. Er gilt für die dort genannte Reifengröße und Beladung, oft getrennt für Vorder- und Hinterachse und für Teilbeladung sowie volle Beladung. Der Maximaldruck auf der Reifenflanke ist nicht gemeint. Nutzen Sie immer den Fahrzeugaufkleber und nicht die Werte auf dem Reifen.
Reifendruck-Tabelle: Richtwerte nach Reifengröße und Beladung
Die folgenden Richtwerte gelten für kalte Reifen und ersetzen nicht den Aufkleber im Fahrzeug. Sie zeigen typische Druckbereiche nach Fahrzeugklasse und Beispiel-Reifengröße.
| Fahrzeugklasse | Beispiel Reifengröße | Teilbeladung (bar) | Volle Beladung (bar) | Teilbeladung (psi) |
|---|---|---|---|---|
| Kleinwagen | 175/65 R14 | 2,1–2,3 | 2,4–2,7 | 30–33 |
| Kompaktklasse | 205/55 R16 | 2,2–2,5 | 2,5–2,9 | 32–36 |
| Mittelklasse / Kombi | 225/50 R17 | 2,3–2,6 | 2,6–3,0 | 33–38 |
| SUV / Van | 235/55 R18 | 2,4–2,8 | 2,7–3,2 | 35–41 |
| Transporter (C-Reifen) | 205/65 R16C | laut Aufkleber | laut Aufkleber | – |
Die Werte gelten für kalte Reifen. Vorder- und Hinterachse sowie das Ersatzrad können abweichen; beachten Sie den Aufkleber. Umrechnung: 1 bar = 14,5 psi.
Temperatur, Beladung und Jahreszeit
Messen Sie den Reifendruck bei kalten Reifen, vor der Fahrt oder nach wenigen Kilometern. Pro 10 Grad Celsius ändert sich der Druck um etwa 0,1 bar. Prüfen Sie mindestens einmal im Monat und vor langen Fahrten. Im Herbst und Winter ist eine häufigere Kontrolle sinnvoll. Bei voller Beladung gelten oft höhere Werte; beachten Sie die Angaben auf dem Aufkleber für Teilbeladung und volle Beladung.
Reifendruck prüfen und anpassen: Schritt für Schritt
- Prüfen Sie die Reifen im kalten Zustand, also vor der Fahrt oder nach wenigen Kilometern.
- Lesen Sie den Soll-Druck vom Aufkleber ab und beachten Sie die Beladung.
- Schrauben Sie die Ventilkappe ab und setzen Sie den Füllschlauch auf.
- Lesen Sie den aktuellen Druck ab und passen Sie ihn auf den Soll-Druck an.
- Schrauben Sie die Ventilkappe wieder auf und prüfen Sie alle vier Räder sowie das Ersatzrad.
- Bestätigen oder initialisieren Sie bei Fahrzeugen mit RDKS den neuen Druck laut Fahrzeughandbuch.
Zu wenig oder zu viel Druck: die Folgen
- Zu wenig Druck erhöht den Kraftstoffverbrauch und den Verschleiß.
- Zu wenig Druck führt zu stärkerer Erhitzung des Reifens und längerem Bremsweg.
- Zu viel Druck verringert die Auflagefläche und den Komfort.
- Zu viel Druck kann zu ungleichmäßigem Verschleiß in der Reifenmitte führen.
Reifendruck und RDKS
RDKS steht für Reifendruck-Kontrollsystem. Seit November 2014 ist es für alle neu zugelassenen Pkw in der EU vorgeschrieben. Ein direktes System misst Druck und Temperatur über Sensoren im Rad und funkt an das Fahrzeug (433 MHz). Ein indirektes System nutzt die ABS-Raddrehzahlsensoren und hat keine Sensoren im Rad. Die Kontrollleuchte zeigt ein gelbes Symbol mit Reifenquerschnitt und Ausrufezeichen. Leuchtet sie dauerhaft, prüfen Sie den Reifendruck. Blinkt sie beim Start und leuchtet dann dauerhaft, deutet das oft auf eine Systemstörung hin; dann hilft das Fahrzeughandbuch oder die Fachwerkstatt.
- Leuchtet die Kontrollleuchte dauerhaft, prüfen Sie den Reifendruck und passen Sie ihn an.
- Blinkt die Leuchte beim Start und leuchtet dann dauerhaft, deutet das oft auf eine Systemstörung hin. Fahrzeughandbuch oder Fachwerkstatt konsultieren.
- Nach Reifen- oder Räderwechsel kann bei manchen Fahrzeugen ein Zurücksetzen oder Anlernen des Systems erforderlich sein.
Bei Electronicx finden Sie Ersatz-RDKS-Sensoren (433 MHz) für viele Fahrzeuge. Wählen Sie nach Marke, Modell und Baujahr. Das Anlernen ist herstellerabhängig.
Häufige Fragen zum Reifendruck
Kann ich mit zu wenig Reifendruck weiterfahren?
Fahren mit zu wenig Druck erhöht den Kraftstoffverbrauch, den Verschleiß und die Erwärmung des Reifens. Der Bremsweg kann länger werden. Prüfen Sie den Reifendruck und passen Sie ihn zeitnah an, bevor Sie weiterfahren.
Gilt der Reifendruck auch für Winterreifen?
Ja, der auf dem Aufkleber genannte Soll-Druck gilt auch für Winterreifen, sofern die Reifengröße übereinstimmt. Bei abweichender Größe nennen Fahrzeughandbuch oder Fachwerkstatt den passenden Wert. Der Maximaldruck auf der Reifenflanke ist nicht gemeint.
Wie ist es beim Ersatzrad?
Das Ersatz- oder Notrad benötigt oft einen höheren Druck als die normalen Räder. Der genaue Wert steht auf dem Aufkleber im Fahrzeug. Prüfen Sie diesen Wert bei jedem Reifendruck-Check mit.
Haben Motorrad, Anhänger und Wohnwagen eigene Werte?
Ja, für Motorrad, Anhänger und Wohnwagen gelten eigene Reifendruck-Vorgaben. Sie stehen im jeweiligen Handbuch oder auf einem Aufkleber am Fahrzeug. Nutzen Sie diese Angaben statt der Pkw-Tabelle.
Weiterführende Seiten: Reifendrucksensoren (RDKS) | Reifendrucksensoren-Ratgeber | RDKS: direkt oder indirekt | RDKS-Sensoren anlernen | RDKS-Pflicht | Autobatterie abklemmen: Anleitung